Kryochirurgie und Kryoablation
Lesezeit 4 min · zuletzt aktualisiert 29.8.2026
Die Kryochirurgie nutzt extreme Kälte, um Gewebe gezielt zu zerstören – meist mit flüssigem Stickstoff oder gekühlten Sonden. Sie ist eine rein ärztliche Leistung und keine Wellnessanwendung.
Typische Verfahren
In der Dermatologie werden Warzen, aktinische Keratosen und andere Hautveränderungen vereist. In der Onkologie und Kardiologie kommen Kryosonden zur Behandlung ausgewählter Tumoren beziehungsweise zur Kryoablation bei Herzrhythmusstörungen zum Einsatz.
Abgrenzung
Kryochirurgie hat mit Kältekammer, Kryosauna oder Eisbad nur den physikalischen Reiz gemeinsam. Ziel ist hier nicht Regeneration, sondern eine kontrollierte Gewebeschädigung.
Anwendungsgebiete
- Warzen und Dellwarzen
- Aktinische Keratosen und gutartige Hautveränderungen
- Ausgewählte Tumoren, etwa an Prostata oder Niere
- Kryoablation bei Herzrhythmusstörungen
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Minimalinvasiv, oft ambulant durchführbar
- Meist keine Vollnarkose nötig
- Gut steuerbare, lokal begrenzte Wirkung
- Wiederholbar
Nachteile
- Wundheilung, Blasenbildung und mögliche Narben
- Pigmentveränderungen der Haut möglich
- Nicht für jede Diagnose geeignet
- Ausschließlich durch Ärztinnen und Ärzte durchführbar
Häufige Fragen
Tut die Vereisung weh?
Kurzzeitig kann es brennen oder stechen. Größere Eingriffe erfolgen mit lokaler Betäubung oder Sedierung.
Finde ich Kryochirurgie in diesem Verzeichnis?
Einige gelistete Einrichtungen bieten sie an. Nutzen Sie den Therapiefilter im Verzeichnis.
Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprechen Sie vor der ersten Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, insbesondere bei Vorerkrankungen.