Kryokonservierung: Lagerung bei extremer Kälte

Lesezeit 3 min · zuletzt aktualisiert 29.8.2026

Bei der Kryokonservierung werden Zellen, Gewebe, Eizellen, Spermien oder Embryonen bei sehr niedrigen Temperaturen – typischerweise −196 °C in flüssigem Stickstoff – gelagert.

Technisch gehört das Verfahren zur Kryotechnik, therapeutisch ist es keine Kryotherapie im engeren Sinn. Deshalb ist es im Verzeichnis nicht als Umkreisfilter hinterlegt.

Verfahren

Um Eiskristalle zu vermeiden, werden Kälteschutzmittel eingesetzt und entweder langsam eingefroren oder ultraschnell verglast (Vitrifikation). Die Lagerung erfolgt in spezialisierten Einrichtungen mit lückenloser Überwachung.

Einsatzgebiete

Reproduktionsmedizin, Fertilitätserhalt vor Chemotherapie, Stammzell- und Blutbanken sowie Forschung und Tiermedizin.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Erhalt biologischen Materials über sehr lange Zeiträume
  • Ermöglicht Fertilitätserhalt vor belastenden Therapien
  • Etabliertes und standardisiertes Verfahren

Nachteile

  • Laufende Lagerkosten und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Nicht jedes Material übersteht Einfrieren und Auftauen gleich gut
  • Erfolgsraten hängen stark von Alter und Materialqualität ab

Häufige Fragen

Ist Kryokonservierung eine Kältetherapie?

Nein. Es handelt sich um Lagerung biologischen Materials und nicht um eine Behandlung mit Kältereizen.

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprechen Sie vor der ersten Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, insbesondere bei Vorerkrankungen.

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