Teilkörperkryotherapie in der Kryosauna

Lesezeit 4 min · zuletzt aktualisiert 29.8.2026

In der Kryosauna steht die Person in einer offenen Kabine, der Kopf bleibt oberhalb des gekühlten Bereichs. Gekühlt wird meist über verdampfenden flüssigen Stickstoff.

Die Anwendung dauert typischerweise zwei bis drei Minuten und wird häufig in Studios und Kosmetikinstituten angeboten.

Technischer Unterschied zur begehbaren Kammer

Die Temperaturangaben in Kryosaunen sind rechnerisch oft niedriger als in elektrischen Kammern, die tatsächliche Kälteeinwirkung auf die Haut hängt jedoch stark von Verweildauer und Luftströmung ab. Die Werte beider Systeme sind daher nicht direkt vergleichbar.

Sicherheit bei Stickstoffsystemen

Da Stickstoff Sauerstoff verdrängen kann, muss der Kopf außerhalb der Kabine bleiben, und der Raum benötigt Belüftung sowie Sauerstoffüberwachung. Die Anwendung darf nie unbeaufsichtigt erfolgen.

Anwendungsgebiete

  • Kurze Regenerationsimpulse nach dem Training
  • Lokale Beschwerden im Rumpf- und Beinbereich
  • Kosmetische Anwendungen zur Hautstraffung

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Geringer Platzbedarf, dadurch weit verbreitet
  • Sehr kurze Anwendungszeit
  • Kopf bleibt außerhalb, angenehmer bei Klaustrophobie
  • Meist günstiger als die begehbare Kältekammer

Nachteile

  • Kopf und Atemwege werden nicht mit einbezogen
  • Schwächere Studienlage als bei der Ganzkörperkammer
  • Sicherheitsanforderungen durch Stickstoff
  • Temperaturangaben sind schwer vergleichbar

Für wen nicht geeignet?

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und unbehandelter Bluthochdruck
  • Kälteallergie
  • Schwangerschaft

Ausführlich: alle Kontraindikationen im Überblick.

Häufige Fragen

Ist die Kryosauna dasselbe wie eine Kältekammer?

Nein. Die Kryosauna ist eine Teilkörperanwendung mit Kopf außerhalb der Kabine, die Kältekammer eine Ganzkörperanwendung.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Meist zwei bis drei Minuten.

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprechen Sie vor der ersten Anwendung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, insbesondere bei Vorerkrankungen.

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